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Hier können Sie Ihren Urlaub in einem Ferienhaus/ Ferienwohung oder einem Hotel auf der Kurischen Nehrung buchen !!! http://www.baltictravel.de/Kurische_Nehrung.htm


Urlaub auf der Kurischen Nehrung

Die Perle der Kurischen Nehrung ist wie eh und je Nida/ Nidden - Anziehungspunkt vieler Reisenden. Ein stilles sauberes Fischerdorf ist das beliebteste Urlaubsziel an der Ostseeküste.

Orientierung auf der Kurischen Nehrung:

Die Kurische Nehrung wird in ganzer Länge von einer asphaltierten Straße (R 515) durchzogen. Die Kilometersteine dieser Straße helfen dabei, Orte zielsicher anzusteuern. Sie beginnt im Süden beim Nehrungsschild an der Zufahrtsstraße bei Cranz (russ.: Selenogradsk) und führt bis zum alten Fähranleger in Smyltene (ehemals Sandkrug) im litauischen Norden der Kurischen Nehrung. Auf russischer Seite zeigen die Steine stets die Kilometer ab dem Nehrungsschild an. Auf litauischer Seite steht links die Entfernung ab der russisch-litauischen Grenze, rechts die Entfernung zum Fähranleger.

Litauischer Teil der Kurischen Nehrung:

Vor allem der litauische Teil der Kurischen Nehrung ist ein beliebtes Reiseziel nicht nur für Einheimische, sondern auch für deutsche Urlauber und zunehmend für finanzstarke Urlauber aus der ehemaligen Sowjetunion, aus Europa sowie Exil-Litauer aus aller Welt, die ihr Heimatland besuchen (die letzten beiden Gruppen gewinnen zunehmend an Bedeutung). Mittelpunkt des Fremdenverkehrs ist die Ortschaft Nida (ehemals Nidden), wo sich Hotels, Ferienwohnungen und Ferienhäuser, ein Campingplatz bei Nida und Gastronomie befinden.

Russischer Teil der Kurischen Nehrung:

Der russische Teil der Kurischen Nehrung ist touristisch wenig erschlossen. Die wenigen Urlauber auf dieser Nehrungsseite kommen meistens aus Russland und Weißrussland. Viele Kaliningrader haben Wochenendhäuschen, die sie recht günstig vermieten. Es gibt zwei Ferienlager für Kinder und Jugendliche (Djunyi beim km 16.8 und Chwoinoie beim km 28.8). In Rybachii gibt es ein recht modernes Hotel. In letzter Zeit hat in den russischen Nehrungsdörfern eine rege Bautätigkeit eingesetzt, da sich viele reiche Russen (neue Russen) Ferienhäuser in dieser Gegend errichten. (mit freundlicher Unterstützung von Wickipedia)

Reisehinweise für die Kurische Nehrung:

Mit dem PKW erreichen Sie die Kurische Nehrung am schnellsten, wenn Sie durch das Kaliningrader Gebiet fahren. Dazu benötigen Sie ein Russisches Visum. Auf der Fahrt lohnt es sich in jedem Fall die Marienburg und Danzig anzusehen. Fahren Sie ab Stettin die nördliche E 28 nach Gdynia/Gdansk und von dort die Autobahn runter Richtung Warszawa (geht am schnellsten). Auch Kaliningrad/Königsberg und die Samlandküste sind sehenswert.

Im Kaliningrader Gebiet sollten Sie Ihren PKW in Cranz/Selenogradsk noch einmal ganz voll tanken. Ein Liter bleifreies Benzin oder Diesel kosten nur 40-50 Cent. Das kompensiert einen Teil der Kosten für das Russische Visum. Angenehm ist auch die Fahrt mit der Fähre von Kiel nach Klaipeda – allerdings beträgt die Fahrzeit ca. 20 Stunden und man muss sehr frühzeitig die Passage reservieren, da diese Fähre immer ausgebucht ist. Wir übernehmen diese Buchungen gerne für Sie, damit wir die Anreise mit der Reservierung der Unterkunft auf der Kurischen Nehrung in einer Hand haben und Abstimmungsschwierigkeiten vermieden werden. Eine überlegenswerte Variante ist, eine Strecke mit dem Schiff von oder nach Kiel und die andere mit dem Auto durch Polen zu fahren.

Und noch ein Vorschlag:
wenn Sie nicht zuviel Gepäck haben, dann lassen Sie Ihr Auto in Kiel auf dem Hafengelände stehen, reisen nach Klaipeda, wir holen Sie dort von der Fähre ab und bringen Sie auf die Kurische Nehrung, wo Sie eigentlich kein Auto benötigen. Sie sparen ca. 200 EUR. Die dritte Möglichkeit ist der Flug nach Palanga, das ca. 20 km von Klaipeda und 65 km von Nida/Nidden entfernt liegt. In der Hauptsaison gehen fast von allen großen deutschen Flughäfen Flüge dorthin, allerdings nicht sehr billig. Es lohnt sich, diese Flüge im Internet zu buchen, denn wir bekommen oft keine besseren Konditionen von den Fluggesellschaften eingeräumt. Nur von Hamburg gehen das ganze Jahr über täglich Maschinen nach Palanga. Auch hier sollte man für die Hauptsaison die Flüge sehr frühzeitig buchen. Von Palanga bieten wir einen kostengünstigen Transfer auf die Kurische Nehrung an.

...und noch etwas Wichtiges:
wenn Sie einen Besuch in Königsberg oder Tilsit während Ihres Aufenthaltes auf der Kurischen Nehrung planen, dann beschaffen Sie sich das Russische Visum hier in Deutschland vor der Abreise und lassen dieses für den Zeitraum Ihres Urlaubs ausstellen. Dann wählen Sie einen schönen Tag und fahren mit dem Linienbus „rüber“ ins Kaliningrader Gebiet. Das ist am billigsten, Sie sind flexibel und haben mit dem Bus fast keine Wartezeit an der russisch-litauischen Grenze. Touristisch kaum erschlossen, aber landschaftlich von seltener Schönheit ist das Memelland auf der anderen Seite des Kurischen Haffs. Fahren Sie mit einem der inzwischen vielen Schiffe von Nida/Nidden dorthin. Wir sagen Ihnen, an wen Sie sich wenden sollen, um dieses naturbelassene Gebiet kennenzulernen.

Die Kurische Nehrung und das Haff zwischen Kaliningrad und Klaipeda

Die Kurische Nehrung – sie ist noch immer ein Phänomen, eine Perle der Schöpfung - von der Natur geformt, vom Menschen erhalten und wieder von Wäldern geschützt. Einzigartig erstreckt sie sich von Süd nach Nord, in Harmonie umschlossen von Wasser auf östlicher und westlicher Seite. In dieser Landschaft bemühte sich schon der Maler Max Pechstein im Jahre 1911 in Nidden, Mensch und Natur in seinen Bildern „in-eins“ zu erfassen. Die Kurische Nehrung wurde im Jahr 2000 auf die „World Heritage Liste“ der UNESCO gesetzt, als Vorbild der menschlichen Anstrengungen zum Bewahren unserer gefährdeten Landschaften, als Beweis, dass menschliches Schaffen und Natur miteinander vereinbar sind. 

Wer hat sie schon einmal vom Flugzeug aus gesehen, kurz vor Sonnenuntergang, wie ein golden glänzendes Blatt einer Sense taucht diese Landzunge in das Blau des Wassers. Immer wieder ist der Versuch gemacht worden, die Kurische Nehrung in neuen Bildern zu beschreiben, doch ihre Schönheit entzieht sich allen diesen Versuchen. Im Norden bei Klaipeda macht die Nehrung den zaghaften Versuch, das Festland an einer Stelle zu berühren, an der eine der ältesten Grenzen zwischen Preußen und dem russischen Reich bestand und zwar von 1422 bis 1919. Der Grenzort nördlich von Klaipeda hatte den schönen Namen „Nimmersatt“.

Heute heißt das Dorf auf litauisch „Nemirseta“.
Doch das Haff – es ist fünfmal so groß wie der Bodensee - ließ sich nicht in einen Binnensee von der Ostsee abtrennen, der Memelfluß, heute Nemunas genannt, führte alljährlich im Frühjahr zuviel Frischwasser in das Haff. Noch Ende des vorigen Jahrhunderts war man der Meinung, dass das Haff in 300 bis 500 Jahren versandet sein würde, wenn es nicht gelänge, die Wanderung der Dünen aufzuhalten.

Dieses flache Binnengewässer wurde von fremden Schiffern wegen seiner Gefährlichkeit gemieden, und die einheimischen Fischer fürchteten, den Tod stets mit an Bord zu haben, wenn sie mit ihren Booten auf das launische Haff hinaussegelten. Doch sie nahmen das Risiko immer und wieder auf sich; denn dieses Haff war und ist so fischreich, dass es der Bevölkerung den Lebensunterhalt sicherte, bis dann Anfang des 20. Jahrhunderts der Tourismus einsetzte und zur weiteren Grundlage für das Leben der Menschen auf der Kurischen Nehrung wurde.

Seit dem letzten Krieg findet der Reisende keine Kuren- oder Keitelkähne mehr auf dem Haff. Die Russen hatten die letzten versenkt, aus Angst, mit den schweren Holzbooten könnten die Bewohner leichter die  Flucht über das Wasser wagen, und so tuckern die Fischer heute mit zerbeulten grauen Eisenbooten hinaus aufs Haff und stellen ihre Netze wie vor über 100 Jahren, in den von der Fischereigenossenschaft in Königsberg vorgeschriebenen Gebieten.  

Zwei Kurenkähne hatte man nach dem Krieg als Touristenattraktion nachgebaut.
Heute gibt es kaum noch jemanden, der die Technik des Baus eines solchen  Bootes beherrscht. Auch die Klappfischerei (Klapper- oder auch Bullerfischerei genannt) im Winter auf dem zugefrorenen Haff hat sich in der Ausübung bis heute nicht verändert. Anstelle der Pferde ziehen heute Motorschlitten das Gerät hinaus auf das Eis und anstelle der langschaftigen Eisaxt verwenden die Fischer auch schon mal eine   Motorkettensäge, um ein 50 cm mal 70 cm großes Loch in das Eis zu sägen, keine leichte Tätigkeit. Alles andere aber hat sich nicht verändert, das Stellen der Netze unter dem Eis und das anschließende Klappern auf dem langen Holzbrett.

Noch im letzten Spätsommer war ich Zeuge vom Fischreichtum des Kurischen Haffs, als nach zwei Tagen Sturm die Fischer ihre Netze eingeholt hatten und in den Nidaer Hafen zurückkehrten. Die Netze auf allen Booten waren so prall gefüllt, dass auch kein einziger Fisch mehr hineinpasste und die Fischkisten nicht ausreichten, um sie alle sortiert in den Kühlkammern der Fischereigenossenschaft unterzubringen. Nachdem Litauen im Januar 1991 die vor einem Jahr proklamierte Unabhängigkeit endgültig vor seinen ehemaligen kommunistischen Besatzern erfolgreich verteidigt hatte, veränderten sich die Lebensverhältnisse im Land ungemein schnell.

Auch die Kurische Nehrung, seit fast 50 Jahren wie in einem Dornröschenschlaf gelegen, war wieder ohne große Schwierigkeiten zu erreichen und „erwachte“ durch den Ansturm der begeisterten Besucher von nah und fern. Es waren die einheimische Bevölkerung, die vielen Angler und Pilzsammler aus der näheren Umgebung, die Schulklassen aus dem Lande und die „Heimweh-Reisenden“ aus Deutschland, die es zuerst auf die Nehrung zog.

Zu den größten Attraktionen der Nehrung zählt zweifelsohne Nida, mit seinen bis zu 60 Meter hohen Dünen, die sich heute bis hin in den russischen Teil der Nehrung erstrecken. Die alten Nidaer Fischerhäuser in den typischen Farben kobaltblau, titanweiß und eisenrot mit ihren bunten, etwas verwildert anmutenden  Blumengärten erfreuten sich schon immer bei den Tagesausflüglern und Kurzurlaubern ausgesprochener Beliebtheit.

Bis heute bleibt jedoch Thomas Mann, auf litauisch Thomas Mannas, die herausragende Persönlichkeit von den vielen berühmten  Gästen, die auf der Nehrung weilten. Vier Sommer verbrachte er in Nidden, drei, von 1930-32 in seinem eigenen Sommerhaus. Der Dichter hatte ein Faible für eigene Häuser. Er ließ es sich von dem Geld, das er für den Nobelpreis erhielt, im typischen Niddener Stil bauen –  Hiddensee war belegt, dort residierte schon sein wenig geliebter Kollege, der Dichterfürst Gerhard Hauptmann. Thomas Mann hatte wohl den reizvollsten Platz für 99 Jahre gepachtet. Sein Name steht noch heute im Grundbuch des Katasteramts in Klaipeda.

Von seinem Haus aus genossen er, seine Familie und die Besucher den sogenannten „Italienblick“, damals durch nur wenige  Kiefern hinunter aufs Haff, wo Niddener Kurenkähne unter blauem Himmel in der Sonne auf dem Wasser lagen. Es war das  beliebteste Motiv der vielen Maler, die alljährlich Nidden besuchten.

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